Kebbi, eine Provinz des Sudan-Staates Gando (s. d.) und zwar (nach Barth) eine der bedeutendsten; sie besitzt grosse Pflanzungen von Ignamen und Tabak, hat schöne, von zahlreichen Bäüchen durchschnittene und von starken Viehherden bedeckte Wiesen. Das Pflanzenreich wird hauptsächlich vertreten durch die Darva (Parkia) und die nützliche Kadena (Bassia Parkii), Das Thal Gulbi-n-Sokoto, welches ganz K. von Ostnordost nach Westsüdwest durchschneidet, ist breit und bietet den für den Ackerbau geeignetsten Boden. Die Stadt (auch Birni-n-Kebbi genannt) ist 47 km westlich von Gando gelegen, auf dem Nordrande. eines das Thal des Gulbi-n-Sokoto (linksseitigen Zuflusses des Niger) auf etwa 75 m beherrschenden Plateau; 9000 Einw. Die jetzige Stadt ist ein paar Kilometer entfernt vom Platze der alten, jetzt in Trümmern liegenden Stadt, die im 16. Jahrh. durch die eingeborene Dynastie der Kanta gegründet wurde. Nachdem diese die Macht der Sonhai gestürzt hatten, wurde ihre Hauptstadt das Zentrum "eines mächtigen Königreichs, das alle dem Niger benachbarten Territorien umfasste. K. war ein wichtiger Zwischenhandelsort (vorzugsweise für das einheimische Gold); es wurde 1806 durch die Fulah erobert und geplündert.