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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Natronseeen, Salzseeen, sechs (da der eine durch einen Damm geteilt ist, rechnen einige sieben) Seeen in der Provinz Bahiret in Unter-Ägypten in einem Thale von 5 Meilen Länge und 1800—2400 Fuss Breite; sie erhalten Zufluss meist durch den Nil und trocknen zu gewissen Zeiten aus. Sie setzen Natron (kohlen-, salz- und schwefelsaures, bald dieses, bald jenes vorherrschend) ab, welches dann von den Einwohnern des Dorfes Teraneh (gegen eine Abgabe) benutzt wird. An den Ufern wächst Schilf, zur Verfertigung von Matten. Im Natronseethale (Chajot, Thal oder Wüste des St. Makarius), stehen mehrere Klöster, deren Brunnen süsses Wasser haben. Um die N. nomadisieren im Winter die Dschewabi- (Djeouabi-) Araber, welche Spinnerei, Viehzucht und Weberei treiben; 2000 M.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 3, S. 972Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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