FeedAdäl
ErdkundeBrockhaus 1882

Adäl, Land im Südosten Abessiniens, westlich von der Tadschurra-Bai und im Norden von Harar, zwischen Samhara und Somääl, bewohnt von den Adäil-Danäkil, deren Sultan in dem in weiter Ebene gelegenen Aussa (150 Hütten) an 2. der Residenz der ehemaligen sog. Könige von Die vor dem Golfe von Tadschurra gelegene Insel Muschah haben die Engländer erworben, den nördlich davon gelegenen Küstenort Obok die Franzosen 1862 gekauft, aber bald wieder aufgegeben. Nahe westlich von Tadschurra (400 Hütten) liegt der Salzsee Assal (s. d.), ungefähr 20 km lang, 7 km breit. Auch der Abhebbadsee (Alelbad), in welchen der an der Rorder ist ein Salzsee. Beide Seen liegen an der Nordgrenze von A. Der Küsten-Pal ist reizend, wald⸗ und weidereich, mit schönen almenhainen und guten Brunnen; die Gehänge bedecken undurchdringliche Gehölze, in denen zahlreiche Paviane, Leoparden, Hyänen, Schakale und Gazellen-Arten zu pnden sind. Westlicher liegen zunächst 0 tresliche Weid dann folgen fruchtbare ügel und Ruls e Weiden. Das Volk ist dunkelraun, muskulös und kräftig; das Gesicht rundlich, das schwarze Haar dick und kraus; die Lippen sind dünner als die der Neger; die Nase ist gerade, aber kurz. Sie leben mit 27 Herden nomadisch. Ihre Sprache ist ein Dialekt des Somali kkuschitisch), ihre Religion der Islam. (S. AÄthiopien.) Vgl. Harris, „Gesandtschaftsreise nach Schoa und ulch enthalt in Südabessinien 1841 — 43 (deutsch, 2 Abteil., Stuttg. u. Tüb. 1845 — 47); Heuglin, „Reise in Nordostafrika (2Bde., Braunschw. 1877).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 124Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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