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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Schoa, Gebiet im Südosten von Abessinien, die Landschaften Gesche, Waka, Tegulet, Efat, Bulga u. a. umfassend. Der Auasch trennt Schoa im Süden von den Gallaländern. Er und der Abai (Blauer Nil) mit ihren Zuflüssen bewässern das Land reichlich, so dass es sich vortreftlich zu Ackerbau und Viehzucht eignet. Gebaut wird hauptsächlich Getreide, Tabak und Baumwolle. Die klimatischen Verhältnisse sind dieselben wie in Abessinien (s. d.). Schoa ist überwiegend ein Plateauland von 6000-8000 Fuss Höhe, gehört aber zur mittlern Region von Abessinien, den Waina Degas. In den Gebirgen wird viel Gold und Eisen gefunden. Die bedeutendsten Städte sind das 4000 Einwohner zählende Angöllola, das auf einem 8000: Fuss hohen Berge gelegene Ankober, Monsche und der Handelsplatz Aleyu Amba. Die 1!/, Millionen Seelen zählende Bevölkerung, welche der Mehrzahl nach dem Stamme der Gallas angehört, bekennt sich zum grössern Teil zum Christentum, und nur im Süden des Landes ist der Islam verbreitet. Inden westlichen Grenzgebieten Schoas trifft man auch noch Heiden. Debra Libanos ist ein berühmtes Kloster, und der Vorsteher desselben ist das Haupt der gesamten Klostergeistlichkeit. — -Im 17. Jahrhundert war

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 3, S. 1162Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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