Usaramo, Landschaft in Ostafrika, landeinwärts vom Hafen Dar-es-Salam. In der Nähe des Meeres ist das Land eben, man trifft nur kleine Höhenzüge und Vertiefungen, gebildet durch unbedeutende Flüsse, welche ostwärts nach der Küste, oder nordwärts nach Dar-es-Salam oder in den Rufidschi fliessen. „Die Seiten der Hügel sind gewöhnlich die angebauten Teile, wo Hirse, Pataten und Grundnüsse wachsen. Die Aushöhlungen werden meistens von garstigen Marschen eingenommen, wo nur Stechgräser und hohe Binsen einen geeigneten Boden finden und eine. faulende Vegetation die Luft und das Wasser mit schädlichen ungesunden Gasen erfüllt. In der Umgegend der Dörfer zeigt sich etwas mehr Veränderung. Innerhalb 50 englischen Meilen von der See sind viele Fruchtbäiume von der Küste verpflanzt worden, namentlich die Kokosnussbäume, welche die Dörfer in Hainen umgeben, gemischt mit den indischen Mango, der prangenden Orange und dem seltsamen Jackfruchtbaum. Mit Ausnahme der Hügelreihen ist das Land in der Regenzeit fast völlig überschwemmt und beinahe unwegsam; in der trockenen Jahreszeit dagegen wird es infolge des sandigen Bodens und reichlichen Abflusses fast versengt. Die Flüsse trocknen ein und alles bietet einen andern Anblick dar.“ Usaramo gehört nun auch zu den Besitzungen der deutschen ostafrikanischen Gesellschaft. Es wurde für dieselbe durch Graf Pfeil im Jahre 1885 erworben.