FeedZärthe
TierreichAppetit-Lexikon 1894

Zärthe, die Base des Brachsen, sonst auch Blaunase, Näsling, Schnöpel oder Sindel genannt, bewohnt das Donaugebiet, Rußland, Norddeutschland und Schweden, ohne zwischen Süß⸗, Salz⸗ und Brackwasser einen Unterschied zu machen, und erreicht bei 20—30 em Länge ein Gewicht bis zu ½ kg. Trotz seines Grätenreichthums wird der Fisch wegen seines zarten Fleisches sehr geschätzt und bildet in der That einen der vorzüglichsten Bratfische, geräuchert aber eine Delicatesse, die dem Brachsen ebenbürtig ist. Die Laichzeit umfaßt die Monate Mai und Juni und liefert namentlich in Rußland Hunderttausende der Fische in's Netz. Leider beschränkt man sich dort auf das Einpöckeln und das Dörren des Fangs, so daß die geräucherte Zärthe bei Weitem nicht so häufig ist, wie sie es sein könnte.

Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 593Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei

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