FeedSchmerle
TierreichAppetit-Lexikon 1894

Schmerle oder Grundel — nicht mit dem Gründling zu verwechseln, von dem sie sich schon auf den ersten Blick durch den theilweisen Mangel der Schuppen und die sechs starken Barteln am Maul unterscheidet — auch Bartgrundel, Moosgrundel, Mös und Göse, ein zierlicher Edelfisch von 10—12 em Länge, bewohnt die kleinern, schnellfließenden Gewässer Mitteleuropa's, namentlich Böhmens, Tirols und der Schweiz, sowie Sachsens, Brandenburgs und Hessens, ist aber leider fast nur an Ort und Stelle verwerthbar, da er an der Luft sofort abstirbt und das Fleisch seinen Wohlgeschmack verliert. Auf dem Markt ist daher die Schmerle nicht zu finden. Die Laichzeit fällt in den April und Mai. Die Zubereitung stimmt Punkt für Punkt mit der des Gründlings überein, doch wird das Fischchen bisweilen auch nach Art des Neunauges mit Gewürzen eingelegt, um länger auszudauern. Vgl. Gründling.

Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 498Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei

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