Aalraupen mit Oel mari ni rt. Nach vorigen Bericht reisse, saltze und kerbe die Aalraupen, brate sie aufm Rost, du must aber nicht vergessen selbige stets mit Baum-Oehl zu schmieren. Wenn sie gäntzlich gebraten, lege sie aus, daß sie kalt werden. Nimm hierauff ein darzu gemachtes Fäßgen, thue unten auf den Boden Lorbeer-Blätter, Roßmarin, gantze Würtze, Citronen-Scheller und schmiere zugleich das Fäßgen mit Baum-Oehl wohl aus, welches durch einen Pinsel am besten geschehen kan. Hierauf lege die Aalraupen ein, auf diese eine Lage von benamten Kräutern und Gewürtz, denn wieder Aalraupen etc. womit wechselsweise fortzufahren ist, biß das Fäßgen voll wird. Es sind aber die Lagen also einzurichten, damit zuletzt oben die Species kommen, auf welche der Deckel endlich geleget und zugeschlagen wird. Mercke, der Deckel muß in der Mitte ein Loch haben; denn so bald er zu geschlagen worden, solt du Eßig und gut Baum-Oehl durch das Loch hinein giessen, dasselbe wieder vermachen, auch das Fäßgen täglich umstürtzen, und wohl unter einander rütteln. Auf solche Art können diese Fische über ein halb Jahr und noch länger gut behalten werden. Wilt du bisweilen zum Gebrauch was raus nehmen, must du das Fäßgen allezeit fleißig wieder vermachen lassen.