FeedAuerhahn
AllerleiFrauenzimmer-Lexicon 1715

Auerhahn, Urogallus, Coy de bruyere, soll in Teutschen so viel heissen, als ein grosser Hahn, massen einer gemeiniglich 10. 12. biß 14. Pfund am Gewichte hat. Er hält sich in dicken Wäldern, Gebürgen und Einöden auff, dahero etliche Autores ihn einen Wald-Hahn zu nennen pflegen. Sein Wildpreth ist sehr zähe; und je älter er wird, je fleißiger muß ihn der Koch beym Feuer in acht nehmen, damit er recht mürbe möge gebraten werden. Es macht auf Herren Tafeln dieses Feder-Wildpreth nicht nur eine Parade, sondern schmecket auch sehr wohl, zumahl, wenn es entweder recht ausgebraten oder in einer Pastete aufgesetzet wird.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 121Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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