FeedBirckhun
TierreichFrauenzimmer-Lexicon 1715

Birckhun, Tetraon minor, Gelinote, ist ein wenig grösser, denn ein Hasel-Hun, und von schwärtzlicher Farbe; weil es kleine Flügel und dabey einen schweren Leib hat, kan es sich nicht wohl in die Höhe schwingen. Sein Fleisch rühmen die Liebhaber als eine sonderliche Delicatesse, wiewohl andere sagen, folch Wildpret sey oben gnob und zähe; unten aber weiß wie Hüner-Fleisch. Der Birckhahn hingegen hat ein recht hartes und zähes Fleisch; Dahero werden die Birckhähne fast wie die Auerhähne tractiret, nur daß sie nicht so lange, wie diese braten dürffen. Zuvor muß man sie etliche Tage in Eßig legen, darnach braten, und endlich in Pasteten schlagen, alles nach der Vorschrifft, so bey dem Auerhahn weitläufftig ist gegeben worden.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 212–213Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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