Gallerte von Kälber-Füssen, Bereitet diese eben wie vorige: hernach, wenn solche gekochet, so putzet sie reinlich aus, seiget die Brühe darvon in einen neuen Tiegel, oder der sonst sauber ist, nehmet alles Fett herunter, giesset Wein darzu, schüttet allerhand Gewürtz, als: Muscaten-Blüten, Pfeffer; Ingber, Näglein, Citronen, ein wenig Zucker, wie auch etwas Cßig dran, und lasset es also durch einander kochen. Nach diesen seiget solches durch eine Serviette, richtet die Füsse in eine Schüssel an, giesset die Gallerte drüber, setzet sie an ein kühles Ort, so wird selbe gestehen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 597–598Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0