Gans in einer Pastete, Wenn die Gänse oder nur eine geputzet ist, so schlaget ihr oben das Brust-Beinlein, ingleichen die beyden Flügel und Beine mit einem grossen Messerrücken entzwey, doch so, daß die Haut gantz bleibet, saltzet sie ein wenig, und lasset solche auf dem Rost über einem Kohlfeuer ein wenig anlauffen, hernach leget die Gans in ein irden oder höltzern Gefäß, giesset Eßig drauf, und lasset solche etliche Tage darinne liegen, jedoch nach Gelegenheit der Ausrichtung; sonst kan sie ehe wieder aus dem Eßig genommen und eingeschlagen werden. Hierauf, wenn selbe aus dem Eßig geleget worden, schneidet Speck eines dünnen Fingers dicke und lang, bestreuet solchen mit Ingber, Pfeffer und Nelcken, spicket die Gans mit einer darzu gemachten Spicknadel; machet einen Teig, als wie beyn Auerhähnen beschrieben worden; nehmet davon die Helffte, und welgert selbigen aus, leget sie auf einen Bogen Papier, nach proportion der Pastete; bestreichet das aufgewaltzte Blatt mit Eyern, schneidet Striemgen vom Teig, und machet solche gleich einen Bratrost auf das Blatt; darnach leget Speck drauf, bestreuet es mit Ingber, Pfeffer, Nelcken etc. thut auch Roßmarien darzu, bringet die Gans auf den gemachten Teigrost, und aufs Gewürtzlich, machet einen Rand eines Fingers dicke um die Gans, und formitets fein zierlich: Es muß aber noch Teig 2. Finger breit über bleiben, wenn obiger Rand um die Gans gemachet ist. Nun leget Butter, Citronenscheler, auch etliche Citronenplätzgen zu der Gans, und machet einen Deckel drüber. Darnach sind gewisse ausgeschnittene Höltzer, welche Pasteten-Bänder heissen; machet 2. solche Bänder, und umziehet die Pastete damit fein zierlich; schneidet oben am Deckel etwas aus; drehet unten den Rand fein sauber, vermachet die Pastete also, daß sie nicht auslauffe; und setzet solche hernach in einen Backofen. Wenn sie nun eine Viertelstunde daselbst gestanden, so stechet oben in die Pastete ein Löchlein hinein, daß die Lufft heraus kan. Ferner nehmet eine Casserole, werffet Butter drein, lasset solche braun werden, rühret ein wenig Mehl drein, lasset es auch bräunen; giesset Brühe, Wein und Eßig drein, so viel, als ihr vermeynet gnug Brühe zu haben. Endlich, wenn dieses zubereitet ist, nehmet die Pastete heraus, machet oben ein Löchlein hinein, und lasset diese Brühe durch einen Trichter in die Pastete lauffen, setzet solche hierauf wieder in den Backofen, darinnen sie vollends gar backen muß. Wollet ihr selbe anrichten, so nehmet sie heraus, beschmieret sie mit Speck, und garniret sie auf der Schüssel so schön ihr könnet.