Justina, Des Magnentii, hernachmahls aber auch des Valentiniani des älteren Weib, war zwar sehr gelehrt, aber unchristlich und gottloß darbey, gestalt sie der Arianer gifftige Lehre in sich gesogen, und dem heiligen Ambrosio viel Verdruß anthate, denn nachdem sie ihren Mann Valentinianum listiger Weise umbringen lassen, hat diese Ketzerin ihren Sohn, als des Reichs Successorn, mit eben ihrer Arianischen Seuche angestecket, welcher, weil er es von seiner losen Mutter nicht besser gelernet, mit dem Ambrosio einen grossen Streit der Lehre wegen anfieng, auch demselbigen ein blutiges Ende machte. Vid. Centuriat. Magdeburg. Centur. IV. c. 10. p. 672. it. Cap. III. pag. 83.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 960Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0