Julitta, Ein sehr beredtes Weib, hatte eine Sache und Klage wieder Alexandrum, einen Käyserlichen ungerechten Præsidenten, der ihr Haab und Gut an sich zu ziehen trachtete, defendirte auch solche ihre Sache selbsten. Als man aber vor dem heydnischen Richter-Stuhle des Käysers Diocletiani ihr keine Audienz geben wolte, biß daß sie Christum verleugnet, und sich zu dem heydnischen Glauben bekennet hätte, nahm sie ihr Kind, so ein Sohn von 3. Jahren war, auf den Arm und antwortete großmüthig darauff: Schade vor mein Leben, schade vor alles Vermögen; Ich will alles dieß lieber verliehren, als daß ich mich an GOTT meinen Schöpffer nur mit einem einigen Läster- und Schand-Wort vergreiffen solte. Worauf sie die Richter alsbald zum Scheiterhauffen verdammeten, auf welchen sie auch die Martyrer-Crone erlanget. Centuriator. Magdeburg. Cent. IV. c. 12. Santelii Ann. Sacr. T. I. p. 228. ad diem 16. Junii.