Kalbs-Leber gedämpfft mit Knoblauch, Diese spicket eben wie vorige, nur daß ihr auch neben dem Speck zertheilten Knoblauch hinein stecket. Darnach setzet in einer Casserole Butter aufs Kohlfeuer, lasset solche heiß werden, und leget die Lebern drein, worinnen sie eine gute Weile dämpffen müssen; alsdenn giesset die Brühe darauf, würtzet sie mit Ingber, Pfeffer und Citronschalen, und leget etliche Lorbeer-Blätter darzu. Ferner machet in einer Pfanne weiß eingebrenntes Mehl, bräunet solches an die Leber, und lasset es also nach Belieben kochen. NB. Dieses ist darbey sonderlich zu beobachten, daß die Lebern nicht dürffen gantz und gar ausgekochet seyn, denn sonsten werden sie zu hart, sondern sie müssen sein safftig bleiben. Was übrigens das Saltz anbetrifft, davon kan man keine Gewißheit vorschreiben, weil eines immer schärffer als das andere ist, dahero es hier hauptsächlich auf das Kosten ankömmt.