Kappen Häne, Heisset einen Han, so noch jung ist, aufschneiden, und ihm seine Männlichkeit benehmen, damit er bey der Zucht desto fetter und schöner wird, wovon er hernach den Nahmen Capaun, oder Kaphan bekömmt: manchmahl pflegen die Weiber, so dergleichen Amt verrichten, einen solchen gekapten Han den abgeschittenen Sporen, statt des herunter geschnittenen Kammes anffzusetzen, auch ihm eine Muscaten-Nuß in den Leib mit einzuhellen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1010–1011Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0