Capaun putzen und zubereiten. Schneidet einem Capaun die Kehle ab, stecket den in recht heisses Wasser, rühret ihn darinnen so lange herum, biß er die Federn fahren lässet, putzet ihn also gantz reinlich, und leget ihn in kalt Wasser. Oder, wann ihr dem Capaun die Kehle abgeschnitten habt, so schlaget ihn alsobald, da er noch zappelt, mit der Faust auf den gantzen Leib herum, so lässet er die Federn fahren, und könnet ihr ihn recht reinlich rupffen, welcher Art sich sonderlich die Frantzosen in ihren Küchen bedienen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 297–298Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0