Türckischer Han einzupeitzen zur Pastete, Lasset den vorherbeschriebenen Türckischen Han, wenn er erhänget ist, rupffen; nehmet ihn aus, hacket die Beine und Flügel herunter, schlaget ihm die Beine entzwey, stecket einen Speiler durch; saltzet ihn ein wenig ein, setzet einen Rost auffs Kohlfeuer, und lasset den Han ein wenig anlauffen. Nach diesen thut solchen in ein Geschirr, giesset solches voll Eßig, damit der Han gantz darinne bedeckt liege, so könnet ihr solchen ein halbes Jahr und länger gut behalten, ihr müsset ihm aber alle Monat frischen Eßig geben, und möget ihr diesen, wenn es euch beliebet, in eine Pastete schlagen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 2051–2052Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0