Schnecke, Cochlea terrestris, Eseargot, die bißher beliebte Art wird eigentlich in denen Weinbergen gefunden, und eben diese Gattung braucht man in der Küche zu verspeisen, wiewohl auch andere in Gärten eben so gut sind. Soll ich die Wahrheit bekennen, so ist an denen Schnecken wenig zu erjagen, und müssen die guten Brühen hierbey wohl das beste thun. Ich verwundere mich, schreibet ein Frantzöischer Küchenmeister, daß der Menschen Neuligkeit sich so ferne erstrecket, und solch einen verdorbenen Geschmack zu suchen sich bemühet, um nur seine Lüste zu sättigen, da doch solche Schnecken, man mag sie zurichten wie man will, von mir nicht können gerühmet werden. Die Liebhaber wollen ihnen zwar allerhand Kräffte zuschreiben, und soll der Gebrauch der Schnecken nicht nur Venerem stimuliren, sondern man will auch denjenigen, der die lebendigen in Frantz-Wein erfauffen lässet und geniesset, selbiges Jahr vom Fieber frey halten; allein weil sie gemeiniglich aus einem schleimichten Wesen bestehen, so halte ich sie nicht vor gar gesund. Die beste Zeit solche zu verspeisen, ist im Winter da sie in denen Häusern verschlossen liegen, und lehret sie der Koch also zuzurichten: 1) Schnecken zu putzen: 2) Schnecken mit Majoran; 3) Schnecken mit Baumöl; 4) dito anders, und mit Parmesan-Käse; 5) Schnecken gebraten mit Baumöle; 6) Schnecken an Spießgen gebraten mit Speck; 7) Schnecken mit einer Citronen-Sosse; 8) Schnecken mit sauren Rahm; 9) Schnecken kalt mit Baumöl und Eßig.