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Haus & KücheFrauenzimmer-Lexicon 1715

Treigen Wäsche, heist die gewaschene ausgespielte, ausgerungene und aufgeschlagene Wäsche und Wasch-Geräthe auf dem Treige-Platz an die Sonne oder bey nassen Wetter auf dem Boden an die Lufft über die darzu auffgezogenen Leinen hengen und daselbst trocken lassen werden. Wenn ein Frauenzimmer zum treigen schön Wetter haben will, soll, dem alten Sprichwort und Aberglauben nach, derjenige Junggeselle, so ihm affectioniret, die Hosen und Strümpffe fein glatt und straff hinauff ziehen, als welches ein unbetrügliches remedium nach dem Liebes-Calender seyn soll.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 2040–2041Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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