Becasse, Schnepffe, Gehört mit zum Federspiel, und zehlet man vornehmlich dreyerley Arten, als Wasser-Holtz- und Gras- oder Heer-Schnepffen. Sie sind insgemein bunt gekleidet, und also an der Gestalt einander gleich, wiewohl an der Grösse unterschieden, doch durchgehends sehr zart, und überaus wohlschmeckend. Sie lieben höltz- und wässerichte Oerter zum Auffenthalt, auch grüne Weiden, daher man unfern den Wäldern an grasigten Orten ihnen Netze stellet, auch wohl mit Schlingen sie fänget.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 136Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0