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TierreichRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Belette, Wiesel, Hermelin oder Zobel. Der Wiesel giebt es unterschiedliche Geschlechter, einheimische und wilde, so in Feldern und Wäldern leben, deren wieder verschiedene Geschlechter gezehlet werden. Denn da sind 1) die Frettelen, 2) die Dach-Haus-Stein- und Bug-Marter, 3) die Jltis, 4) die Zobel, welche ein wenig kleiner, als die Marder, schöner und edler, als sonsten einige Wiefel sind, an der Farbe mehrentheils dunckelbraun, ausgenommen am Hals und an der Brust, da die Haare allezeit aschenfärbig stehen: Werden vornehmlich in Rußland, Tartarey, Lapland und dergleichen mitternächtigen Ländern und deren Wäldern angetroffen, allwo sie ihres kostbaren Balges wegen, eyferig gesuchet und gefangen werden, angesehen, unter allen Peltzwercken, der Zobel für das allerköstlichste gehalten wird. Auch haben diese Thierlein ihren grossen Nutzen, so wohl im gemeinen Leben, als in der Medicin, wie Gesnerus anweiset.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 141–142Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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