Fleur, cheval poil de mille fleurs, Ein Pferd von vielerley Haaren und Pfersig-Blüt-Farbe, so rar, aber auch offt mit Kunst gefärbet ist; denn der menschliche Vorwitz lässet sich mit dem, was Gott durch die Natur verordnet hat, nicht allezeit begnügen, und pflegt offt durch Kunst, nach seiner Fantasie, eine rare Farbe zu wege zu bringen, um solches desto theurer zu verkauffen, welches aber über ein halb Jahr nicht dauret, und daher ein Betrug ist.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 791Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0