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Handwerk & GewerbeRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Helicon, Jst ein von den Mathematicis verfertigtes Jnstrument bey dem Ptolemæo, um die Proportiones der Consonantzen auf demselben auszufinden. Kircherus giebt zu dessen Verfertigung sieben Linien an, deren Einrichtung diese ist: Man theile die eine Seite (latus) eines Vierecks erstlich in 2, hernach in 4, und letztlich in 3 gleiche Theile, ziehe durch diese also gemachten Puncte Parallel-Linien, und darauf wird von der obern Ecke vorgedachter Seite (lateris) eine Linie in die Mitte der untersten Linie gezogen: Worauf diese unterste dergestalt in 2 gleiche Theile getheilte Linie den Unisonum; die zweyte längere Linie von unten, gegen die dritte ihres gleichen, das Semitonium majus; die 4te gegen die 5te aber den Tonum majorem u. s. f. geben. Es soll, wie Cœlius Rhodiginus meldet, 9 Saiten gehabt haben, welche auch die 9 Musen genennet werden.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1046–1047Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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