Helicon, Jst ein von den Mathematicis verfertigtes Jnstrument bey dem Ptolemæo, um die Proportiones der Consonantzen auf demselben auszufinden. Kircherus giebt zu dessen Verfertigung sieben Linien an, deren Einrichtung diese ist: Man theile die eine Seite (latus) eines Vierecks erstlich in 2, hernach in 4, und letztlich in 3 gleiche Theile, ziehe durch diese also gemachten Puncte Parallel-Linien, und darauf wird von der obern Ecke vorgedachter Seite (lateris) eine Linie in die Mitte der untersten Linie gezogen: Worauf diese unterste dergestalt in 2 gleiche Theile getheilte Linie den Unisonum; die zweyte längere Linie von unten, gegen die dritte ihres gleichen, das Semitonium majus; die 4te gegen die 5te aber den Tonum majorem u. s. f. geben. Es soll, wie Cœlius Rhodiginus meldet, 9 Saiten gehabt haben, welche auch die 9 Musen genennet werden.