Hui, hui, Jst ein Ermahnungs- und Freudigkeits-Wort, und heist so viel als fort, fort, hurtig und geschwinde, und wird beym Hiob 39 v. 18 gefunden, worinnen der allmächtige Schöpfer das Pferd dem menschlichen Verstand am allernechsten setzet, indem es dem Reuter seinen Willen mündlich zu erkennen giebt, daß es bereit, und ihm Zeit zu seyn bedüncke, sich nicht weiter inne und stille zu halten, sondern nachdem es aus der Trompeten Klang verstanden, daß solches allgemeine Feld-Geschrey zum Aufbruch des Feld-Herrn Willen offenbaret, begehre es an ihme nichts ermangeln zu lassen, derowegen es so gar seinen Reuter dadurch aufmuntert, und zum Fortgehen erinnert und ermahnet.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1120–1121Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0