Jtalienische Pferde, Unter denselben haben die Neapolitanischen den Vorzug, weil die Art an sich selber schön und edel, und weil sie meistens an gebirgigen Orten fallen und erzogen werden, und demnach sehr dauerhafft sind. Es giebt ihrer dreyerley Arten: 1) Die Corsieri sind hohe, starcke, sowol zum Zug vor Carossen, als für Cüraßier zum reiten dienliche Pferde. 2) Die Genetti del Regno sind mittelmäßiger Grösse, aber trefflich gute Pferde; sie kommen zwar den Spanischen Genetten von welcher Art sie sind, an Statur und Humor ziemlich nah, pflegen aber noch stärcker und dauerhaffter als dieselben zu seyn. 3) Da due selle, sind gleichfalls starcke und mittelmäßig-grosse Pferde, welche aber nicht aus den Königlich-Neapolitanischen Gestüten kommen, sondern von andern Fürsten, Grafen und Herren in Abruzzo gezogen, und mit eines ieden Herrn Brandzeichen bemercket worden. Diejenigen, welche den Brand auf der rechten Seite haben, sind aus Apulien, welche ihn aber auf der lincken Seite führen, sind aus Calabrien bürtig. Ausser diesen werden unter den übrigen Jtalienischen Pferden die Bolognesischen, Mantuanischen und Florentinischen für die besten gehalten.