FeedPferde-Decke
Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Pferde-Decke, Deren hat man verschiedene Arten, womit die Pferde theils in Ställen, theils auf der Strasse und auf der Reise bedecket werden. Jn den Ställen brauchet man des Sommers zwillichene, und des Winters, da sie wärmer nöthig, von Tuch und dergleichen. Diejenigen, so man zu eben dieser Zeit den Pferden über das Zeug zu legen pfleget, wenn man auf der Strassen sich derselben bedienet, sind gemeiniglich Bären-Wolffs- oder Tieger-Decken. Die Decken der Hand-Pferde sind gemeiniglich von Tuch, um und um mit wöllenen Zierathen und und dem Wappen des Besitzers in der Mitte gesticket. Jm Felde bedienet man sich auch der Decken von rauhen Bären- oder Tieger-Häuten. Auch hat man noch eine gewisse Art Decken, die um des Pferdes Hals gehüllet werden, daß die Ohren nur heraus gehen, derer man sich sonderlich in Engelland bedienet. Nicht weniger ist auch hier zu gedencken der zum Staat gebräuchlichen Trauer-Decken, welche gantz glatt den Pferden tieff hinunter hangend übergebreitet werden.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1761Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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