Rinnen, Sind leichte Garne, damit die Raub-Vögel gefangen werden. Sie sind ohngefehr fünf bis sechs und funfzig Maschen lang, und 17 bis 18 hoch, von gantz subtilen und festen Zwirn über einen Hasen-Garns-Stock gestricket, um und um an stat des Säumgens, so sonst in die andern Garne gehöret, eingebörtelt, und mit einer Erd-Farbe gefärbet, damit es der Raub-Vogel von ferne nicht sehen kan. Dieser Netze werden unterschiedliche auf vier hohe Schwing-Gerten, dergleichen sonst zu den Fisch-Angeln gebrauchet werden, gar leise in eine unter sich geschnittene Kerbe, daß man kaum das Holtz an der Schale zerschneide, aufgehängt. Jn dem mittlern Platz dieser Rinnen wird eine Taube oder ein weisses Hun angepflöcket; so bald nun der Raub-Vogel darauf stossen will, verwirret er sich entweder inner- oder ausserhalb der Netze dermassen, daß es grosse Mühe giebt, solchen heraus zu nehmen. Diß Garn wird recht ins gevierte gestellet; es pflegen sich aber meistentheils junge und gar selten alte Vögel darinnen zu fangen.