Ruse des chevaux, Listigkeit der Pferde. Diese ist bey ihnen in vielerley Bezeigungen zu spüren, solches erhellet daher, indem sie solche auch recht zu gebrauchen und zu unterscheiden wissen, wenn und wo, auch gegen wen sie solche erscheinen lassen wollen, aus diesen folgt der Unterscheid, so die Pferde unter den Menschen und Thieren machen, wie das Exempel des Bucephali bezeugt, welcher weit anders unter seinem Herrn als seinem Wärter sich bezeigt, und sich allein von demselben und sonst niemand anders besteigen und reuten lassen; dieses kan keiner andern Eigenschafft, als der Listigkeit beygemessen werde.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2011–2012Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0