Schönburg, Die Grafen und Herren von Schönburg führen ihr Geschlecht bis auf die Zeiten Kaysers Caroli M. hinaus, und 1182 hat Herrmann, Herr von Schönburg und zu Glauche das Kloster Geringswalde gestiftet. Den Reichs-Gräflichen Titel hat ihnen Kayser Leopoldus beygelegt. Jm Ertztgebirgischen Kreise in Meissen haben sie schöne Güter; sie bekommen aber die Lehne derselben wegen nicht vom Reiche, ob sie gleich solcher wegen als Reichs-Stände Sitz und Stimme auf der Wetterauischen Grafen-Banck haben, sondern theils sind Reichs-After-Lehne von Böhmen, theils Chur-Sächsische Lehne. Sie theilen sich in die Waldenburgische, welche sich in die Aeste Hartenstein, Lichtenstein, Stein oder Rüsdorf und Waldenburg ausgebreitet, und in die Penigkische Linien; diese letztere hat wieder 2 Aeste, nemlich Remissau, oder Remsa, und Penigk. Von dem Remissauischen Aste sprossen Remissau, von welchem der Neben-Zweig zu Glaucha entsprungen, und Rochsburg. Der Penigkische Ast vertheilet sich in die Zweige Wechselburg und Penigk. Die Grafen von Schönburg haben im Wappen ein roth und Silber Bandweise gestreifftes Schild, und oben auf dem Helme 2 eben so gestreiffte Flügel.