Sortes des chevaux sauvages, Die Arten wilder Pferde sind unterschiedliche: Die erste Gattung sind, welche auf freyem Felde erwachsen, Sommer und Winter sich selber weiden, bis sie gefangen, bändig und zu dem menschlichen Gebrauch nach und nach tüchtig gemacht werden. Der andern Gattung gedencket Aristoteles, welche in Syrien in grosser Menge zu finden, und über Winters sich nur von jungen Strauch-Holtz ernehren, davon sie dauerhaft werden. Die dritte Art sind in Æthiopia, so zwey grosse lange Zähne, gespaltene Hüfe haben, und deren Mähne über den gantzen Rücken reichet. Die vierte Gattung sind die Bachmatten, so in der Tartarey fallen. Die fünfte Art befindet sich in Persien in der Landschaft Servana; solche haben lange spitzige Mähnen, vorgebogene Stirn, die Groppa gar spitzig, breit und harte Hüfe, daß sie keines Beschlagens bedürffen. Die sechste Gattung sind die Scythischen an dem Fluß Cyrus, welche schneeweiß sind, und in grosser Menge, wie das andere Wild gejaget und gefangen werden. Die siebende Art findet sich in Spanien, sonderlich in Gallicia, so aber sehr abgenommen. Achtens, in Barbaria hat es ein Geschlecht wilder Pferde, Buchicugs genannt, die haben vor der Stirn ein kurtz- doch gerades Horn. Neuntens, in Africa sind einige, Abada genannt, welche 2 Hörner haben, deren das grössere vorn an der Stirn, das kleinere aber im Nacken steht. Zehntens finden sich deren, welche zwey krumme Hörner zu den Ohren heraus gewachsen haben.