Trapp, Der gröste Vogel unter allem Feld-Geflügel, welcher in der Fasten-Zeit pfaltzet, und hat alsdenn etliche Hüner; wenn 2 oder mehr Hähne zu solcher Zeit bey einer Henne zusammen kommen, treten und schlagen sie grimmig auf einander los, bis der Sieger die Braut davon führet. Er breitet sich in der Pfaltz mit seinen Federn und Schwantz wie ein Truthan, giebt aber dabey keinen Laut von sich. Die Hennen legen ihre Eyer gerne in das von Wegen abgelegene Haber-Feld, woselbst sie eine kleine Grube darzu in die Erde scharren, und brüten solche in 4 Wochen aus. Von der Brut lassen sie sich kaum mit der grösten Force abtreiben, und wenn sie ja die Flucht ergreiffen, so nehmen sie ihre Eyer mit. Sonst sind sie sehr scheu, verzagt und furchtsam, und stossen, so bald sie iemand von weiten sehen oder Hunde bellen hören, auf. Sie versammlen sich gerne in ebenen Feldern, wo das Regen-Wasser zusammen läufft, im Herbste trifft man sie auch in den Kraut- und Rüben-Feldern an. Zu den Pferden soll dieser Vogel sonderliche Liebe haben, und daher mit dem Schieß-Pferde oder mit einer Karren-Büchse am leichtesten erschlichen werden. Weil er wegen seiner Schwere, so sich auf 14 bis 18 Pfund erstrecket, sich nicht leicht in die Luft schwingen kan, ist er von raschen Wind-Hunden ohnschwer zu fangen. Er gehört zur hohen Jagd, und wenn man weidmännisch von ihm reden will, muß man eben die Redens-Arten, wie beym Auerhan gebrauchen. Das Fleisch der alten Trappen ist schwartz und etwas hart, die Jungen aber sind ein Herren-Essen. V. Otis.