Wurm, Farcin, Eine Kranckheit der Pferde, so von dickem verderbten Geblüt herkommt, und gleich dem Krebs Haut und Fleisch angreifft. Er ist unterschiedlicher Arten: der Pürtzel, der reutende, der ausbeissende, der auswerffende, der fliessende Wurm etc. Sie sind meist ansteckend, so gar daß der Stand, in welchen ein solch Pferd eingestallet worden, über lange Zeit noch anstecken kan. Sind also allein die Mittel für gut und bewährt zu halten, welche erstlich das Geblüt reinigen, erneuren und erfrischen, damit die Ursach samt der Kranckheit nicht auf kurtze, sondern für alle Zeit weggenommen werde. Hierzu dienet sonderlich das Aderlassen, doch allezeit im Abnehmen des Mondes, darbey giebt man dem Pferde von dem Kraut, so Bursa Pastoris heist, eine Hand voll zu essen, so stirbt er. Wenn der Wurm todt ist, so nimmt man warmes Leinöl, und heilet es damit. Wider den auswerffenden Wurm ist sanguisorba major, oder Groß-Pimpinell, eine gewisse Artzney, deswegen sie auch Wurmwurtz genannt wird. Man pflegt dem Pferde die Wurtzeln des Krauts anzuhängen, und das Kraut klein zerschnitten mit dem Futter zu vermengen, das Kraut auch in sein Trincken zu legen, und darüber trincken lassen, welches allewege gut befunden worden. Mehrere Mittel findet man im Oecon. Lexico. Voyez Ver d’ intestin & Vermines des chevaux.