Heine (Karl von), namhafter deutscher Chirurg, geb. 28. April 1838 zu Cannstatt als Sohn des Orthopäden Jakob H., studierte in Tübingen und Würzburg, nahm als Arzt am Schleswig-Holsteinischen Kriege 1864 teil und legte seine hier gewonnenen Erfahrungen in dem Werke «Die Schußverletzungen der untern Extremitäten» (Berl. 1866) nieder. Er wurde dann Assistent der heidelberger chirurg. Klinik und nach dem Tode Webers außerord. Professor der Chirurgie in Heidelberg. Doch schon 1869 folgte er einem Rufe als ord. Professor und Direktor der neubegründeten chirurg. Klinik zu Innsbruck. Während des Feldzugs in Frankreich 1870 war er in den Feldspitälern zu Nancy thätig. Im J. 1873 wurde ihm die Leitung der chirurg. Klinik zu Prag übertragen. Er starb 9. Sept. 1877 bei einem Besuche in seiner Heimat an den Folgen der Diphtherie.