FeedHeinecken (Karl Heinr. von)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Heinecken (Karl Heinr. von), Kunstkenner, geb. zu Lübeck 1706, wurde Privatsekretär des Grafen Brühl und wegen seiner Verdienste um Sachsen geadelt und zum Geh. Rat ernannt, nach Brühls Tod aber verhaftet, jedoch sehr bald wieder freigelassen. Er starb 23. Jan. 1791 auf seinem Gut Altdöbern in der Niederlausitz. Er ließ auf seine Kosten das Prachtwerk «Recueil d'estampes d'après les plus cëlèbres tableaux de la galerie royale de Dresde” (2 Bde., Dresd. 1755—57) ausführen. Von seinen Schriften sind anzuführen: Machrichten von Künstlern und Kunstsachen (2 Bde., Lpz. 1768 — 71) und „Neue Nachrichten u. s. w.y (Bd. 1, Dresd. u. Lpz. 1786); ferner eIdée générale d'une collection complète d'estampes (Lpz. u. Wien 1770) und das nur bis zum Buchstaben D reichende Dictionnaire des artistes (4 Bde., Lpz. 1778 — 90). — Sein Bruder Christian Heinrich H., bekannt unter dem Namen der Knabe von Lübeck, geb. 6. Febr. 1721, machte durch außerordentliches Gedächtnis, Lernbegierde und frühzeitige Entwickelung seiner Geistesfähigkeiten großes Aufsehen, starb aber schon 1725. (S. unter Frühreife.) ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 43Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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