Heinrich von Rucke, Minnesänger des 12. Jahrh., aus einem ritterlichen Geschlecht in Schwaben, in der Gegend von Blaubeuern, wo er urkundlich zwischen 1175 und 1178 nachgewiesen ist. In seinem Leicho beklagt er den Tod Kaiser FriedrichsJ. (1190), als die Nachricht davon eben nach Deutschland gekommen war (Herbst 1191). Außerdem gibt es eine Anzahl Liebeslieder von ihm, bei denen jedoch die Autorschaft zum Teil zwischen ihm und Reinmar dem Alten schwankt. Sie sind gedruckt in „Des Minnesangs Frühlingo von Lachmann und Haupt (3. Aufl. 1882). Vgl. E. Schmidt, Reinmar von Hagenau und H.» (Straßb. 1874).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 66Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei