Heister (Sigbert, Graf von), österr. Feldmarschall, geb. 1646, kämpfte bereits 1665 gegen die Türken, dann den die Franzosen, und zeichnete sich als General durch Einsicht und ungewöhnliche Tapferkeit in den Feldzügen von 1683 bis zum Schluß des Jahrhunderts aus. H. führte die gesamte Infanterie des Prinzen Ludwig von Baden 1689 in den Schlachten von Batotschina und Nissa, und 1693 in Oberungarn ein selbständiges Korps gegen die Aufständischen, schlug während des Spanischen Erbfolgekriegs 1704 bei Korompa und Gerencser die Ungarn Räkoczys und war fast immer siegreich. Er verteidigte danach Tirol, kam 1707 zur Reichsarmee und 1708 als Oberbefehlshaber nach Ungarn, wo er die Rebellen bei Trentschin aufs Haupt schlug, mehrere Festungen eroberte und anz Niederungarn dem Kaiser unterwarf, sowie chließlich in ganz Ungarn die Ruhe herstellte. Auch an dem Feldzuge im J. 1717 nahm H. mit Auszeichnung teil. Er starb 22. Febr. 1718 auf seinem Landgute Kirchberg in Steiermark.