Helikon, jetzt Zagora, ein von W. nach O. streichender, an Quellen und heilkräftigen Kräutern reicher Gebirgszug im SW. der griech. Landschaft Böotien, zwischen dem Kopaischen See und dem innern Korinthischen Meerbusen, ist von den alten Dichtern als geheiligter Musensitz verherrlicht worden. Auf dem gegen 1600m hohen Gipfel der Hauptkette des Gebirges stand ein Altar des Zeus Helikonios; nur 70—80 munterhalb desselben entspringt ein Quell des klarsten und frischesten Wassers, die Hippokrene, welche der Sage nach durch den Hufschlag des Pegasus hervorgebracht worden sein sollte. Etwa 8 km weiter abwärts in einem schmalen Seitenthale befand sich im Altertum ein zum Gebiete der Stadt Thespiä gehöriger, den Musen geweihter Hain, der mit zahlreichen Bildwerken geschmückt und von Wohnungen für die Priester umgeben war. Die lüberreste sind nicht bedeutend. In der Nähe des Hains sprudelt eine ebenfalls den Musen heilige Quelle, die Aganippe, unter Bäumen aus dem Felsboden hervor. ö