Ida, ein ursprünglich wahrscheinlich nicht griech., sondern phrygischer Bergname, mit welchem im Altertum zwei bedeutende Gebirge bezeichnet wurden: 1) ein quellen-und waldreicher Gebirgszug im nordwestl. Kleinasien, der den südl. Teil der Landschaft Troas einnimmt und dessen höchster Gipfel von den Alten Gargaron (s. d.) genannt wurde. An das im Altertum der phrygischen Göttermutter Rhea-Kybele (die danach auch die Idäische Muttero genannt wurde) geweihte Gebirge knüpften sich zahlreiche Mythen, wie die vom Raube des Ganymedes (s. d.) und vom Urteil des Paris (s. d.). 2). Die mittlere Gruppe der die Insel Kreta (s. d.) in ihrer ganzen Länge von West nach Ost durchziehenden Gebirge. Der höchste Gipfel dieses gegen Süden und Südwesten sich abstürzenden, gegen Norden und Nordosten in niedrigern Rücken und Terrassen allmählich absteigenden Gebirges, welches jetzt Psiloriti genannt wird, ist 2460 m hoch. nterhalb dieses Gipfels zeigte man eine Grotte, in Welcher der nach kretischer Sage auf dem östlichern Gebirgszuge, der Dikte, geborene Zeus von den idäischen Nymphen ernährt und von den Kretern mreich worden sein sollte. Auch der kretische J. ist reich an Quellen und wenigstens teilweise noch bewaldet, sowie von großer landschaftlicher Schönheit. Sowohl der kretische als der troische J. galt in der griech. Sage als Wohnsitz der Idäischen Daktylen. (S. Daktylen.) Idaho, ein am 3. März 1863 organisiertes Territorium der Vereinigten Staaten von Amerika, zwischen dem 42.“ und 49. nördl. Br. und 111. bis 117. 10 westl. L. (von Greenwich), ein Gebiet von 219623 qlem, auf denen (1880) 32610 C. leben, darunter 21818 männlichen und 10792 weiblichen Geschlechts; 3379 E. sind Chinesen. J. bildet in seiner äußern Gestalt fast ein —** winkeliges Dreieck, dessen Hypotenuse von NW. nach SO. den Felsengebirgen ziemlich parallel läuft und an Montana und Wyoming grenzt, während die Schenkel des durch seine südwestl. Grenze gebildeten rechten Winkels 300, 6 vom Territorium und Illah 5. und von Oregon, südlich von Nevada und Utah begrenzt werden. Das Land zeichnet sich besonders durch seinen Gold⸗ und Silberreichtum aus und ist recht eigentlich zum Schutz der Goldgräber organisiert worden. Seine Produktion an Gold, welches zuerst 1860 entdeckt wurde, ward bis 1873 auf 75 Mill. Doll. geschätzt. Die Ergiebigkeit seiner Gold⸗ und Silberminen hat in neuester Zeit bedeutend nachgelassen; indessen muß J. in erster Linie immer auf Ausbeute aus seinen Mineralschätzen bedacht sein. Außerdem bildet Viehzucht einen Hauptzweig seiner produktiven Thätigkeit, da nur 10 Proz. alles Landes dort kulturfähig sind. Anfangs war das an der nordwestl. Grenze gelegene Lewiston mit (1880) 739 E., da die ersten Ansiedler von Westen herkamen, die Hauptstadt; seit 1865 ist es aber das im Südwesten gelegene Boisé-City mit 1899 E., die in ihrer Mehrahl von Süden und Westen zuzogen. Den Norden urchzieht die Northern-Pacific-Eisenbahn, den Süden die Oregon-Short-Line, den Osten die Utah⸗ und Northern-Bahn. Die Regierung wird wie in allen übrigen Territorien der Vereinigten Staaten von einem auf vier Jahre ernannten Gouverneur und einer vom Volke erwählten gesetzgebenden Versammlung ausgeübt. Die Territorialschuld belief sich 20. Dez. 1883 auf 69248,60 Doll. Für Bildungswecke sind reichliche Zuwendungen gemacht und esondere Fonds errichtet; indessen sind Schulen, Kirchen und Unterrichtsanstalten erst im Werden. J. ist ursprünglich ein Teil des 1803 von Frankreich gekauften Gebietes Louisiana.