Hellenisten heißen überhaupt die gelehrten Kenner des griech. Altertums, vornehmlich der griech. Sprache und Litteratur. In der griech. Litteraturgeschichte bezeichnet man als die hellenistische Periode den Zeitraum vom Tode Alexanders d. Gr. bis zum Beginn der christl. Zeitrechnung, als griech. Sprache, Litteratur und Kunst in den Reichen des Ostens, besonders in Syrien und Agypten, nicht nur an den Höfen, sondern auch in den gebildetern Kreisen der Bevölkerung Eingang fanden und aus der Mischung griech. und orient. Elemente eine neue des national-griech. Charakters entkleidete Kultur hervorging. Unter den H. oder Hellenizontes, die Griechisch sprachen und schrieben, ohne geborene Griechen zu sein, spielten besonders die Juden in Agypten, namentlich in der Hauptstadt Alexandria, unter der Herrschaft der Ptolemäer eine hervorragende Rolle. Hier begründete die Mischung der jüd. und ägypt. Kulturelemente mit den griechischen eine neue Epoche gräcisierender jüd. Bildung, insbesondere auf dem Gebiete der Philosophie, welche Epoche man als die jüd.-hellenistische bezeichnet. Der merkwürdigste der jüd.⸗hellenist. Philosophen ist Philo und das bedeutendste Denkmal des Fleißes der alexandrinischen Juden die griech. Übersetzung des Alten Testaments, die Septuaginta.