FeedHerenles
HimmelskundeBrockhaus 1882

Herenles, ausgedehntes Sternbild des nördl. Himmels von 15 30 bis 19½ Om Rektascension und vom Aquator bis zum 50. Grad nördl. Deklination, enthält nach Heis 227 dem bloßen Auge sichtbare Sterne, nämlich 1 zweiter, 9 dritter, 12 vierter Größe, die übrigen fünfter und sechster Größe. In diesem Sternbild befinden sich eine Reihe sehr interessanter Doppelsterne. & Hereulis, der hellste Stern, wurde bereits von Maskelyne 1779 als Doppelstern erkannt; der Hauptstern ist intensiv elb (zugleich veränderlich), der Begleiter intensiv Dlauz Herculis wurde von Herschel 1782 doppelt erkannt. Die Umlaufszeit beträgt 36 ½ Jahre. Sodann sind die Sterne Y, , o u. a. doppelt; v. Herculis ist ein dreifacher Stern: der Hauptstern, gelb und 3½ Größe, hat einen Begleiter 9½ Größe in 31½“ Abstand. Letzterer wurde von dem amerik. Optiker Clark 1856 wieder als Doppelstern gesehen und nachher oft auch von andern so beobachtet. Außer dem Stern a sind noch g und s Herculis veränderlich; letzterer ändert in 301 Tagen seine Helligkeit von der 6. bis beinahe 13. Größe. Auch mch rere glänzende Nebelflecke und Sternhaufen sind im Sternbild. In 166 87 Rektascension und 36e 42 Deklination, zwischen n und & Herculis liegt ein außerordentlich prachtvoller, auch dem bloßen Auge als schwacher Nebel kenntlicher Sternhaufen, von Halley 1714 entdeckt. Der gedrängte Teil hat einen Durchmesser von 2 bis 2½ Minuten und ist nur mit starken Fernröhren in einzelne Sterne aufzulösen. Die Zahl der in diesem Haufen enthaltenen Sterne kann auf über 5000 geschätzt werden. (Vgl. die Tafel; Sternkarte des nördlichen Himmels zu Artikel Sternbilder.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 131Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Himmelskunde 6