Hermanfrid, letzter König der Thüringer, hatte mit seinen Brüdern Baderich und Berthar das Reich seines Vaters Basinus geteilt, welches vom Harz bis zur Donau reichte. Nachdem er auf Anstiften seiner Gemahlin Amalaberga, einer Nichte Theodorichs d. Gr., Berthar getötet, überwältigte er auch Baderich mit Hilfe der Franken. Da er ihnen aber das versprochene Land nicht abtreten wollte, verbündeten sie sich gegen ihn mit den Sachsen und besiegten ihn 531 in der blutigen Schlacht bei Scheidungen an der Unstrut. Die Leichen der Erschlagenen sollen eine Brücke über den Fluß gebildet haben. H., welcher gefangen war, wurde in Zülpich von der Burgmauer gestürzt, sein Reich aber, mit Ausnahme des den Sachsen zufallenden Strichs zwischen Bode und Unstrut, mit dem austrasischen Frankenreiche vereinigt.