Hippodamia (grch. Hippodameia) hieß in der griech. Mythologie die schöne Tochter des Snomaos, Königs von Pisa in Elis, und der Plejade Asterope. Weil dem Vater geweissagt worden war, daß sein künftiger Eidam ihn töten werde, so machte er die Bedingung, daß jeder, der sich um seine Tochter bewerben würde, mit ihm ein Wettrennen zu Wagen bestehen und, wofern er, ehe sie an das Ziel kämen, von ihm erreicht würde, durch seine Hand fallen sollte. Es gelang ihm, viele Freier zu töten, bis endlich Pelops kam, welcher nach der einen Sage durch die ihm von Poseidon geschenkten geflügelten Rosse siegte. H. wurde nun Gemahlin des Pelops und Mutter des Atreus und Thyestes. Sie verleitete nach Hygin ihre Söhne, ihren Stiefbruder Chrysippos zu töten, und tötete sich selbst, als Pe— lops sie dessen beschuldigte. Außer mehrern Darstellungen der Sage von dem Wettkampf auf Vasen hat man jetzt die in den Skulpturen des vordern Giebelfeldes des Zeustempels von Olympia gefunden.