Hitzig Jul. Eduard), Kriminalist und Schriftsteller, geb. 26. März 1780 zu Berlin, studierte in Halle und Erlangen die Rechte und entwickelte im Umgange mit Clemens Brentano, Ludw. Wieland u. a. seine Neigung für Litteratur und Poesie. Re Warschau, wo er seit 1799 angestellt war, knüpfte sich zwischen ihm und den Dichtern Mnioch und Zach. Werner, welcher letztere in den Söhnen des Thaleso in der Gestalt des Tempelritters Robert d'Heredon H.s Individualität aufgefaßt haben soll, ein inniges Freundschaftsverhältnis. Als 1806 die reuß. Herrschaft in Warschau ihr Ende erreichte, ah er sich genötigt, zu litterarischen Arbeiten seine Zuflucht zu nehmen. Im J. 1808 begründete er in Berlin ein Verlagsgeschäft, mit dem er später einen Sortimentshandel und 1810 ein Lesezimmer für die Universität verband. Doch verkaufte er 1814 sein Geschäft an den Buchhändler Dümmler, betrat von neuem die jurist. Laufbahn beim Kammergericht und wurde 1815 Kriminalrat beim Kammergericht und 1827 Direktor des Kammerie 4Zeitschrift für die preuß. Kriminalrechtspfleger und 1828 die Annalen für deutsche und ausländische Kriminalrechtspfleger, die nachher von Demme fortgesetzt wurden. Auch gab er ein Gelehrtes Berlino (Berl. 1826; fortgesetzt von Büchner, Berl. 1834) heraus. Den meisten schriftstellerischen Ruf erntete er durch die Lebensbeschreibungen Werners (Berl. 1823) und E. T. A. Hoffmanns (Berl. 1823). Sehr bekannt wurde auch der von ihm mit Häring 1842 begonnene Neue Pitavalo. Infolge eines Augenübels mußte H. 1832 seine Entlassung aus dem Staatsdienste nehmen. Er starb 26. Nov. 1849. Sein Schriftchen Das preuß. Gesetz vom 11. Juni 1837 zum Schutze des Eigentums in Werken der Wissenschaft und Kunsty (Berl. 1838) veranlaßte, daß die Regierun ihn im Okt. 1838 an die Spitze des Litterarischen ereins Sachverständiger berief, der in Gemäßheit des erwähnten Gesetzes in Berlin niedergesetzt wurde. Seitdem führte er auch bis 1844 die Oberleitung der in Leipzig erscheinenden Preßzeitung v. Im Auftrage seines Freundes Chamisso arbeitete er dessen Biographie Conversations-Lexikon. 13. Aufl. IX. aus, die unter dem Titel Leben und Briefe von A. von Chamissov (2 Bde., Berl. 1839) erschien.