FeedHlasiwetz (Heinr. Herm. Christ.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Hlasiwetz (Heinr. Herm. Christ.), Chemiker, geb. 7.April 1825zu Reichenberg in Böhmen, erlernte von 1839 bis 1842 die Pharmacie in der Apotheke seines Vaters in Reichenberg, studierte 1842 —43 in Jena Pharmacie, konditionierte darauf in verschiedenen Apotheken, studierte 1846 in Wien, siedelte 1847 nach Prag über. Dort wurde er 1849 Assistent Rochleders, 1851 außerord. Professor und 1853 ord. Professor der Chemie in Innsbruck, und folgte 1867 einer Berufung an das wiener Polytechnikum als Professor der chem. Technologie und Agrikulturie. Im J. 1869 wurde ihm an derselben An940 die Professur für allgemeine Chemie verliehen. ach der wiener Ausstellung wurde H. als Referent in das Ministerium des Unterrichts berufen und mit der Leitung der Abteilung für technische Hochschulen, andels⸗ und Gewerbeschulen und andere technische ehranstalten betraut. Zugleich war er Beirat für die naturwissenschaftlichen Fächer für die philos. Fakultäten. Er starb 7. Okt. 1875 in Wien. Seine zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten befam sich vorzugsweise auf dem Gebiete der Pflanzenchemie; hervorzuheben sind die über die verschiedensten Gummiharze, die Glukoside, Zuckerarten, Gerbstoffe, Eiweißstoffe und viele andere. S'Lassa, Hauptstadt Tibets, s. L'Hlassa.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 274Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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