FeedHermbstädt (Sigism. Friedr.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Hermbstädt (Sigism. Friedr.), Chemiker, geb. zu Erfurt 14. April 1760, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und studierte auf der dortigen Universität die Arzneiwissenschaften und Chemie, arbeitete dann in Hamburg in der Ratsapotheke, später in Berlin, wo er eine Offizin übernahm. Er wurde 1791 Professor der Chemie und Pharmacie am mediz.⸗chirurg. Kollegium zu Berlin und zuleich Administrator der Hofapotheke. Hierauf am er als Rat in das Obersanitätskollegium und wurde 1819 ord. Professor der Chemie und Technologie an der Universität, sodann Geh. und Obermedizinalrat. Er starb 22. Okt. 1833. Unter seinen Werken sind die vorzüglichsten: «Systematischer Grundriß der allgemeinen Experimentalchemie v (4 Bde., Berl. 1791—93; 3. Aufl., 1823), &Grundriß der Färbekunsto (Berl. 1802; 3. Aufl. 1825), (Allgemeine Grundsätze der Bleichkunste(Berl. 1804), „Grundsätze der Technologies (3 Bde., Berl. 1816 — 25), Chemische Grundsätze der Kunst, Branntwein zu brennen» (2 Bde., Berl. 1817; 3. Aufl., 1841), (Elemente der theoretischen und praktischen Chemie für Militärpersoneno (3 Bde., Berl. 1822).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 148Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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