Hochberg (Markgrafen von), ursprünglich ein Nebenast des herzogl. Hauses von Zähringen, haben ihren Namen von dem uralten Bergschlosse Hochberg lurkundlich Hachberg), 7—8 km nördlich von Freiburg i. Br. in der Nähe der landwirtschaftlichen Lehranstalt Hochburg gelegen, 1689 durch die Franzosen zerstört, aber noch jetzt als bedeutende Ruine die Aufmerksamkeit der Altertumsforscher fesselnd. Stammvater dieses Astes war Hermann J. (gest. 1074), Herzog Bertholds I. zweiter Sohn, welcher durch eine Todteilung von den zähringischen Hausbesitzungen die Herrschaften Hachberg und Sausenberg mit dem Reichslehn der Landgrafschaft über das Breisgau und durch die Hand seiner Gemahlin Itha von Calw die Herrschaft Baden an der Oos erhielt, wonach sein Sohn und Erbe sich benannte. Seine Nachkommenschaft (die Markgrafen von Baden) teilte sich 1190 durch die Brüder Hermann V. und Heinrich I. in die beiden Zweige (von Baden und Hachberg, wovon letzterer 1300 durch die Brüder Heinrich III. und Rudolf I. wieder in die Linien von Hachberg und von Sausenberg zerfiel. Jene schwächte sich fortwährend durch neue Landesteilungen und erlosch mit Ottos 1. Tode 1418, worauf zufolge Vertrags ihre Besitzungen an die Markgrafen von Baden fielen; diese dagegen vermehrte ihre Besitzungen sehr ansehnlich und erlosch im Mannsstamm mit dem Markgrafen Philipp 1503. Philipps einzige Tochter, Johanna,‚ t die sich nach des Vaters Tode 1504 mit dem Grafen Ludwig von Longueville vermählte, Stammmutter des Hauses Longueville wurde und 1543 starb, erhielt die Grafschaft Neuchätel; die übrigen Landschaften fielen wieder an das markgräfl. Haus Baden. Erneuert wurde der Name dieses Geschlechts, als der Markgraf, spätere Großherzog von Baden, Karl Friedrich (s. d.), nach dem Tode seiner ersten Gemahlin 1787 in morganatischer Ehe mit Luise Karoline Geyer von Geyersberg (geb. 1768,. gest. 1820) sich vermählte und diese durch den Kaiser 1796 zur Gräfin von H. ernennen ließ, deren Söhne 1817 zu Markgrafen von Baden und großherzogl. Prinzen erklärt wurden. Mit dem Großherzog Leopold (s. d.) gelangte 1830 diese Linie des Hauses Baden zur Regierung.