Holland (Wilh. Ludw.), ausgezeichneter Kenner der ältern deutschen und roman. Litteratur, geb. zu Stuttgart 11. Aug. 1822, studierte in Tübingen, Berlin und Paris. Seine den verschiedenen Fächern der german. und roman. Philologie gewidmete Lehrthätigkeit begann H. 1847 zu Tübingen, wo er eine Professur für diese Fächer bekleidet. Von seinen schriftstellerischen Leistungen sind hervorzuheben: Crestien von Troies. Eine litteraturgeschichtliche Untersuchung (Tüb. 1854), die Ausaben der 4Schauspiele des Herzogs Heinrich Juius von Braunschweige (Stuttg. 1855), des Buch der Beispiele der alten Weiseno (Stuttg. 1860), des Li romans dou chevalier au lyon von Crestien von Troies v (Hannov. 1862; 2. Aufl. 1880), der „Briefe der Herzogin Elisabeth Charlotte von Orleanso (Bd. 1—6, Stuttg. 1867—81), der Schreiben des Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz und der Seineno (Tüb. 1884). Im Auftrag der Witwe —.—1 hat H. dessen poetische Werke, nachdem er erst den Text derselben kritisch hergestellt, wieder15 (Stuttg. 1863—76) herausgegeben. Gemeinchaftlich mit Keller und Pfeiffer veröffentlichte H. Uhlands Schriften zur Geschichte der Dichtung und Sagey (8 Bde., Stuttg. 1865—73).