Holzminde zugeht, an den Linien Aachen-Düsseldorf-H. und Ottbergen-H. der Preußischen Staatseisenbahnen und H.⸗Schöningen der Braunschweiger (Eisenbahn, am Fuße des Solling in einem freundlichen Thale gelegen, ist Sitz einer Kreisdirektion, eines Land- und eines Amtsgerichts, sowie einer Generalsuperintendentur und zählt (1880) 7801 meist prot. C., die sich teils mit Ackerbau, teils mit Handel und Gewerbe beschäftigen. Es bestehen 1 Etablissements für Eisenguß, Holzsägereien, eine Banillin⸗ und eine Rübenzuckerfabrik. Die bei H. gebrochenen, weithin bekannten Sollinger Sandsteine werden in vielen Schleifmühlen zu Platten geschliffen oder zu Quadern und Bauornamenten verarbeitet. Der Ort treibt, besonders vermittels der schifsbaren Weser, einen lebhaften Handel mit den Erzeugnissen seiner Industrie, sowie auch mit Holz aus den umfangreichen, das Weserthal umschließenden Waldungen. Von höhern Unterrichtsanstalten bestehen zu H. ein Gymnasium und eine 1832 begründete Baugewerkenschule (mit über 700 Schülern). Die Stadt gehörte ehedem den Grafen von Eberstein, kam aber 1410 an Braunschweig. Der Kreis Holzminden umfaßt 566 akm, zählt (1880) 44 297 C. und begreift die vier Amter H., Stadtoldendorf, Eschershausen und Ottenstein.