FeedHorburg
ErdkundeBrockhaus 1882

Horburg, Dorf im Kreise Colmar des elsaßlothring. Bezirks Oberelsaß, am rechten Ufer der Ill, 2, km östlich von Colmar gelegen, zählt (1880) 1086 E. und hat größere Ziegeleien, betreibt auch ausgedehnte Spargelzucht. Auf der Stelle H.s stand ehemals die alte kelt. Stadt Argentuaria, in deren Nähe die Römer 378 einen hpesen Sieg über die Lentier erfochten. Diese Ansiedelung wurde zu Anfang des 5. Jahrh. durch die Vandalen zerstört. Erst im 12. Jahrh. wird H. wieder erwähnt, dessen Schloß 1162 durch Graf Hugo von Dabo zerstört, durch den Grafen Georg von Württemberg 1543 wiederhergestellt und 1632 von den Schweden eingenommen wurde. In diesem Schlosse wurde der Vertrag wegen übergabe Colmars an Gustav Horn abgeschlossen. Die Franzosen brachen es 1748 ab. In H. wurden zahlreiche röm. Altertümer, darunter ein dem Apollo geweihter Altar gefunden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 394Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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